GLOSSE
Beethoven für Banausen
Eigentlich sollte man sich inzwischen daran gewöhnt haben, dass man auf Schritt und Tritt und in allen Lebenslagen ungefragt ins intimste Privatleben seiner Mitmenschen einbezogen wird, aber es gibt Unarten, die sind ungeheuer gewöhnungsbedürftig. [weiterlesen...]
GLOSSE
Fremdschämen erlaubt!
Diäten aller Art bin ich schon immer mit ausgeprägtem
Misstrauen begegnet. Bedeutet der Begriff Diät doch zunächst
mal „Weniger ist mehr“, so dachte ich bisher zumindest,
recht naiv. Vergangene Woche wurde ich,
wieder mal, eines Besseren belehrt.
Weniger
ist niemals mehr – schon gar nicht wenn
es sich um Diätpläne von Parlamen ... [weiterlesen...]
GLOSSE
Voller Durchblick
Kürzlich habe ich Post bekommen. In die Redaktion. Zum wiederholten Mal. Vom Kuratorium Gutes Sehen. Obwohl auch meine Kollegen sicher gerne den vollen Durchblick haben, steht da immer „Sehr geehrte Frau Hertkorn“ drüber. Das irritiert mich.
Hat sich mein gestörtes Verhältnis zu Sehhilfen schon bis Berlin rumgesprochen?
[weiterlesen...]
GLOSSE
Traumpaarung fürs Endspiel
Kennen Sie Hubert? Nein? Hubert ist Fußballmuffel. Die Kickerei im Fernsehn, die lässt ihn kalt. Außer bei großen Turnieren – Europa- und Weltmeisterschaften. Und das hat seinen Grund: Hubert wohnt nämlich recht verkehrsgünstig, was aber zu WM-Zeiten heißt: Direkt vor seinem Fenster rollen die Korsos vorbei. [weiterlesen...]
GlosseDeutschland am Boden
Also so kann das wirklich nichts werden mit dem Weltmeistertitel. Bei allem Erfolg im ersten Spiel – ich bleibe skeptisch: Erst auf den letzten Drücker wurde dekoriert, und spärlich, so viel spärlicher als vor vier Jahren, als Deutschland ein wahres Fahnenmeer war! Und dann, noch vor dem tollen Spiel gegen Australien, lagen am Wochenende die e ... [weiterlesen...]
GLOSSE
Teach dir Deutsch
Im Laufe der Redaktionsarbeit kommt einem so einiges unter die Augen, bei dem man schon mal ungläubig blinzelt oder gar schwer schlucken muss. Das Lieblingsthema meiner sprachmoralischen Entrüstung ließ mich schon öfter an dieser Stelle zur Feder greifen, und man möge mir verzeihen - nun ist es wieder mal so weit. [weiterlesen...]
GLOSSE
"Mir sin dia wo grille wellet"
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Hurra! Hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass demnächst irgendwas ausschlägt, und nun ist es tatsächlich doch wieder grün geworden rundherum. Die Bierbänke sprießen aus dem Boden und allenthalben steigt Rauch auf aus den Gärten. Die Grillsaison scheint eröffnet. [weiterlesen...]
GLOSSE
Herr Dings und Frau Äh
Wie sagte es Proust einst so treffend? Mit 20 macht man
sich noch Sorgen, was die Leute von einem denken, mit
40 ist es einem egal und mit 60 merkt man, dass kein Schwein
an einen denkt. Lapidar fügt mein Schwiegervater
hinzu: Und mit 80 denkst du das
darf nicht wahr sein! [weiterlesen...]
GLOSSE
Her mit der Fernbedienung!
Fernsehen macht dick, doof und unterbindet jegliche
Kommunikation im heimischen Wohnzimmer! Diesem
Pauschalurteil würde ich mich hier nicht so ohne Weiteres
anschließen wollen, denn immerhin hat es der mündige
GEZ-Löhner selbst in der Hand, wann,
wie und unter welchen Umständen er sich
mit was berieseln lässt – sollte man meinen. [weiterlesen...]
GLOSSE
Mich fragt ja keiner...
Es ist wieder mal soweit, es naht das Wochenende, an dem mein Blutdruck sprunghaft ansteigt. Schon Tage vorher kann ich mich maßlos aufregen, jedes Jahr zur selben Zeit – bis es dann eintritt das Unfassbare, am letzten Sonntag im März. Es treibt mir geradezu die Zornesröte ins Gesicht wenn ich dran denke, wie mir nachts um Zwei, während ich a ... [weiterlesen...]
GLOSSE
Sahnige Schweinereien
Toll, wenn man die Kuh persönlich kennt , deren Milch man trinkt und deren Sahne sich einem um die Hüften legt, leider für Stadtbewohner nicht immer realisierbar. Früher konnte man immerhin noch mit einem sauber gespülten Fläschle ins Milchlädele pilgern und sich den Rahm direkt abfüllen lassen, wenn man Glück hatte, bekam man als Kind noc ... [weiterlesen...]
GLOSSE
"Wer muss zum Zahnarzt?"
Eine Zeitlang war sie schwer in Mode,
die Pinnwand, auch Schwarzes Brett
genannt.
In unserem Flur hängt noch immer eine.
Hier landet erst mal alles, was wichtig ist,
aufgehoben werden sollte, oder aus Anstand
nicht sofort in den Papierkorb wandert.
Eine wahre Fundgrube für jeden Familientherapeuten.
Den Beginn eines neuen Jahres
nehme ic ... [weiterlesen...]
GLOSSE
Des einen Schrott, des anderen Glück
Ein jedes Fest hat seine Bräuche und jeder Brauch hat seine
– äh – Auswüchse. Gerade in der besinnlichen Vorweihnachtszeit
ist das Brauchtum gar vielfältig in seinen Auswüchsen,
und es würde mich doch echt mal
interessieren, welcher Wicht das Wichteln
ersann! [weiterlesen...]
Rückblick zum NRWZ-JubiläumIm Jahre Fünf
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schreiben sie noch morgen und übermorgen und überübermorgen... Mit so einem Satz fängt keine Geschichte an, meinen Sie? Recht haben Sie! Mit diesem Satz enden meist Märchen. Mit diesem Satz endete auch das Märchen von Nrwzettchen und der Pressefreiheit, damals, in der hundertsten Ausgabe ... [weiterlesen...]